Cunard
König Pilsener
Omega
Langnese
HafenCity Hamburg
NDR 90,3
15 TAGE
18 h : 19 : 27
05:40 UHR
Die Cunard Line: Adel verpflichtet

Die Flagge der Queen Elizabeth 2Seit 1840 setzt die Cunard Line stolz ihre Tradition von Luxuskreuzfahrten fort. Das heutige Flaggschiff, die Queen Mary 2, ist der berühmteste und größte Ocean Liner unserer Zeit und steht mit seinem regelmäßigen Transatlantik-Dienst für die Tradition der Reederei. Die QM2 setzt Standards durch ihre traditionelle britische Eleganz, den hervorragenden White Star Service, die exquisite Feinschmeckerküche sowie ihre luxuriösen Kabinen und Suiten, die schon immer stellvertretend für den Namen Cunard standen. Ob auf Transatlantik-Reisen oder weltweiten Kreuzfahrten, dieser Cunard Liner setzt das goldene Zeitalter der Ozeanreisen für jene fort, die das erste verpasst haben.

Jenes begann in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Bereits um 1830 war die industrielle Revolution weit genug fortgeschritten, um eine Transatlantik-Verbindung durch eine Flotte von Dampfschiffen zu ermöglichen. Dabei ging es zunächst weniger um das reisende Vergnügen Gutbetuchter als vielmehr um einen für Handel und Kommunikation unerlässlich gewordenen, regelmäßigen Verkehr zuverlässiger Postzustellungen. Deshalb veranlasste die Regierung unter Königin Viktoria eine Ausschreibung unter verschiedenen Anbietern; der Kanadier Samuel Cunard aus Halifax, Neuschottland, erhielt den Zuschlag und verpflichtete sich per Vertragsabschluss am 4. Mai 1839, drei Dampfschiffe von je 800 Tonnen und 300 PS zu bauen, die den regelmäßigen transatlantischen (Post-)Verkehr bereit stellen sollten.

Samuel CunardSamuel Cunard hatte den Ruf, nicht nur ein cleverer Geschäftsmann zu sein, sondern auch über außergewöhnliche diplomatische Fähigkeiten zu verfügen. Um seinen Vertrag erfolgreich zu erfüllen, bat Cunard das Technikgenie Robert Napier um Hilfe, der zur damaligen Zeit für die Maschinenkonstruktionen einiger der besten und modernsten Schiffe bekannt war. Die von Cunard benötigte finanzielle Rückendeckung erhielt er von drei gestandenen Geschäftsleuten namens James Donaldson, George Burns und David Maclver. Zusammen gründeten diese fünf Männer die „British and North American Royal Mail Steam Packet Company“, später bekannt als „Cunard Line“.

Nach nur wenigen Monaten des regelmäßigen Verkehrs zwischen England und Nordamerika wurde der zunächst reine Postverkehr ausgeweitet auf regelmäßige Transatlantik-Passagen für Passagiere. Mit der Britannia bot Cunard ab 1840 als erste Schifffahrtsgesellschaft der Welt die Gelegenheit, regelmäßig den Atlantik zu überqueren. In schneller Abfolge wurden immer neue und größere Ocean-Liner gebaut, um der von Beginn an hohen Nachfrage nach den Transatlantik-Passagen nachkommen zu können.

Dabei kannte die Technik-Begeisterung des Reederei-Gründers Sir Samuel Cunard keine Grenzen und führte immer wieder zu Innovationen des Passagierschiffbaus – und zwar lange über seinen Tod hinaus. So wurde mit der Servia im Jahre 1881 erstmals ein Passagierschiff mit Elektrizität ausgestattet; 1893 folgte die Campania, der erste Ozeandampfer mit Doppelschrauben. Auch das erste Dampfturbinen-Passagierschiff (die Carmania I, ab 1905) geht auf das Konto der Cunard Line.

Am 28. April 1865 starb Sir Samuel Cunard. 1981 wurde er für seine Verdienste um die Entwicklung von Transatlantik-Reisen in die ASTA Travel Hall of Fame aufgenommen. Und das zu Recht: Immerhin hielt die 1940 in Betrieb genommene, erste Queen Elizabeth bis 1996 den Rekord für das größte jemals gebaute Passagierschiff. Heute ist Cunard die einzige Kreuzfahrtgesellschaft, die noch einen regelmäßigen Transatlantik-Dienst anbietet.

Queen VictoriaSeit Ende 2007 erweitert die Queen Victoria das Leistungs- und Reise-Spektrum der Cunard Line. Die Queen Victoria führt die lange von den Gästen geschätzte Cunard-Tradition fort und überrascht mit einzigartigen Innovationen, wie zum Beispiel dem ersten Cunard-Museum auf See mit vielen Exponaten aus der ruhmreichen Vergangenheit der Reederei, einer zweistöckigen Bibliothek mit Wendeltreppe und mehr als 6.000 Büchern, einem vom Kolonialstil geprägtem Wintergarten mit einem zentralen Springbrunnen sowie einem Glasschiebedach. In der Summe stellt diese neue Majestät eine Reminiszenz an die Ursprünge der Cunard Line und das stilvolle Reisen vergangener Tage dar. Denn: Adel verpflichtet.

www.cunard.de

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