Noch nie in meinem Leben habe ich ein Schiff kommandiert, das auch nur annähernd auf soviel Liebe
und Begeisterung in einem Hafen dieser Welt gestoßen ist", sagt Kapitän Bernard Warner,
Master der Queen Mary 2 (QM2). Zwar wird er das Schiff dieses Mal nicht selbst in den Hamburger Hafen
steuern, doch immerhin unterbricht Warner seinen Urlaub, um am Freitag, 14. Juli, von 14 bis 17 Uhr im
Alsterhaus Autogramme zu geben. Auch das dürfte einmalig sein - Signierstunden mit dem Kapitän
eines Kreuzfahrtschiffes.
Doch die Begeisterung gilt natürlich vor allem dem mit 345 Metern längsten Passagierschiff der Welt, das gleich in seinem ersten Hamburgjahr 2004 rund 250.000 Schaulustige an die Elbe lockte. Nur ein Jahr später waren es schon eine halbe Million. Und obwohl die Königin der Meere am Sonntag, 16. Juli, schon sehr früh am Cruise Center im Hafen festmachen wird, werden auch dieses Mal Zehntausende Menschen entlang der Elbe erwartet.
Nach den Plänen der Cunard-Reederei soll das Schiff am Sonntag morgen gegen 1 Uhr das Feuerschiff "Elbe 1" passieren. Zwischen 2.00 und 2.30 Uhr wird es vor Cuxhaven erwartet, soll dann gegen 3.30 Uhr Brunsbüttel erreichen und zwischen 4.30 und 5 Uhr Glückstadt, Wischhafen und Krautsand passieren. Spätestens hier dürfte die Queen Mary 2 wie bei ihren letzten Besuchen im "heimlichen Heimathafen" Hamburg - der echte ist Southampton in England - von Dutzenden Barkassen und kleinen Booten begleitet werden.
Gegen 5.30 Uhr werden die Schiffe Stadersand und Twielenfleth erreichen. Ab 6 Uhr lohnt es in Wedel/Schulau oder am Fähranleger Lühe zu warten. Kurz darauf wird der Hafenlotse an Bord gehen, der die QM2 sicher zu ihrem Liegeplatz bringen soll. Das spektakuläre Wendemanöver ist erst am Abend vorgesehen, wenn die QM2 ab 21 Uhr die Rückreise antritt. (kab)
Text erschienen am 13. Juli 2006 im Hamburger Abendblatt